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Noch'n Trekkingstockstativ
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Klein, einfach, selbst gebaut

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Es hat mich oftmals so richtig geärgert, wenn ich auf Tour bei schönen
Gelegenheiten kein Stativ für bestimmte Fotos dabei hatte. Aber ein
richtiges Stativ wollte und will ich weder im Boot oder im Rucksack mit
mir herumschleppen und die Ministative sind mir einfach zu mini. Sie
haben für mich den Nachteil, dass meistens irgendetwas da sein muss, wo
man sie
raufstellen kann, um die gewünschte Perspektive zu erhalten. Auf der anderen Seite habe ich fast immer Paddel, Zeltgestänge oder
Trekkingstöcke dabei. Das musste sich doch verwenden lassen! Allerdings
ohne irgendwelche Veränderung an diesen Ausrüstungsgegen- ständen. Und
einfach zu handhaben, ohne großen Aufwand zu bauen, leicht, klein und
doch robust sollte es auch sein.
Nach längerem Herumdenken fand ich dann eine Lösung, die ich hier vorstellen möchte.
Ich
möchte nur wenige (dann aber unbedingt!) Fotos mit Stativ machen. Dafür
möchte ich eine Option haben und genau deshalb habe ich mir dieses Teil
ausgedacht. Würde ich relativ viele Fotos mit Stativ machen wollen,
nähme ich auch mein richtiges mit. Da ginge m.E. dann kein Weg dran
vorbei.
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Material:
- 1 HDPE- Schneidbrettchen, 10 mm stark, oder etwas ähnliches, geeignetes
- 1 HAMA- Ministativ
- 3 ummantelte Gummistrippen, je 25 cm
- 1 Befestigungsschraube 3 mm
- mit Unterlegscheibe
Als Werkzeug ist lediglich eine Stichsäge mit feinem Kurvensägeblatt, ein Bohrer, 5 mm und Sandpapier erforderlich.
Zur Anfertigung die Mustervorlage (Download hier) auf das Plattenmaterial kleben, Löcher bohren,
aussägen, Kanten schleifen und Gummis anknoten - fertig.
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Stativ selbst gebaut - Von der ersten Zeichnung zum fertigen
Teil
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So sah der 1. Entwurf
des Trekkingstockstativs aus. Eigentlich ist es gar kein Stativ,
sondern eine Vorrichtung, mit der man Trekkingstöcke, Zeltgestänge,
Paddel o.ä. zu einem provisorischen, aber in den wesentlichen
Anforderungen funktionierenden Stativ verbinden kann. Ich nenne die
Vorrichtung "Stativkopfplatte". |
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Der 2. Entwurf.
Rechts der Kopf eines HAMA- Ministativs, mit dem ich künftig die Kamera
schwenkbar auf der Stativkopfplatte montieren will. Dieses Teil hat den
Vorzug, dass es mit einer Schraube und ohne Umbauten auf der
Platte befestigt werden kann. |
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Umsetzung
des Entwurfs in ein Funktionsmodell. Für die Platte habe ich ein
Schneidbrettchen aus HDPE verwendet. Die Platte habe ich einfach mit
der Stichsäge ausgesägt. |
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Der 3. Entwurf - schon nahe an der endgültigen Form. Er fällt größer aus, als der 2. Enwurf.
Grund: Bessere Handhabbarkeit des Stativkopfs. |
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Der 4. Entwurf - die endgültige Form. Die Aussparung in der Mitte spart etliche Gramm und das Material dort
ist einfach überflüssig |
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Die
fertige Stativkopfplatte, auch aus besagtem HDPE- Brettchen gefertigt.
Mit den Gummis werden die Trekkingstöcke o.ä. flexibel befestigt. Der
Stativkopf ist am Rand befestigt. So kann die Kamera auch für
hochformatige Fotos entsprechend geschwenkt werden |
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Hier noch einmal aus anderem Blickwinkel. |
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Der
Stativkopf - einfach und funktional. Ideal für dieses Projekt. Bei
Spiegelreflexkameras o.ö. mit schweren Objektiven stößt er allerdings
an seine Grenzen. |
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Hier
die Befestigungsschraube für den Stativkopf. Wegen der Stärke des von
mir verwendeten Plattenmaterials musste ich die Originalschraube
(zölliges Gewinde! - ggf.ein metrisches Gewinde in den Stativkopf
schneiden) durch eine etwas längere ersetzen. |
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Die Stativkopfplatte in Draufsicht. Für Outdoorer, die auf Gewicht achten müssen: Das Teil wiegt komplett 134 g - davon geht ein Großteil auf den Stativkopf. |
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In
dieser Form aufgestellt, steht das Stativ instabil. Es steht lediglich
dann ausreichend stabil, wenn man nur zusammengeschobene (ca. 50 cm),
dreiteilige Trekkingstöcke oder z.B. Teile davon verwendet. |
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Dreht
man die Stativkopfplatte bei ausgezogenen Trekkingstöcken waagerecht
ein Stück, bis die Stöcke derart verschränkt stehen, wird das Ganze
recht stabil. |
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Ein wenig korrigieren und schon steht alles gebrauchsfertig. |
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Zur Feier des Tages hat meine schöne alte Rollei 35 SE ihren großen Auftritt. |
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Geschwenkt
für Hochformatfotos. Auch meine deutlich schwerere Panasonic LUMIX
DMC-FZ50 läßt sich für waagerechte Formate problemlos einsetzen. Im
Hochformat stößt der kleine Stativkopf allerdings an seine Grenzen. |
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Noch ein paar ... |
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... Ansichten mit ... |
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...
montierter Kamera. Natürlich kann (und soll) das Stativ ein
vollwertiges Stativ nicht ersetzen. Aber im Rahmen seiner Möglichkeiten
ist es sehr nützlich und sicherlich besser einsetzbar, als manch
anderes Provisorium. |
Zur Handhabung ein Beispiel mit Trekkingstöcken, wenn man zu zweit unterwegs ist: - ggf. 3. Trekkingstock in Länge angleichen - zunächst Trekkingstöcke links und rechts des Stativkopfes mit Gummis fixieren - Stöcke nach aussen spreizen (auf dem Kopf stehendes V) und 3. Stock fixieren - als Dreibein aufstellen und so ausrichten, das Platte einigermaßen waagerecht ist -
zur Stabilisierung Platte mit einer Hand waagerecht etwas drehen, bis
die Stöcke unter der Platte verschränkt stehen (s. Foto
unten) - Kamera an Stativkopf schrauben, Stativ und Kamera ausrichten - fertig
Mit der kleinen Rollei auf den Fotos brauche ich etwas über eine Minute für den Aufbau, wenn
alles griffbereit ist. Ausrichten dauert dann je nach Übung noch ein
paar Sekunden. Die o.g. Vorgehensweise funktioniert analog auch mit 2 teilbaren Paddeln.
Sofern die Stöcke teilbar sind, hat man auch als Solowanderer eine Chance. Dann einfach
2 Oberteile und ein Unterteil (Spitze mit Teller nach oben) verwenden.
Ist zwar nicht sonderlich komfortabel, nur ca. 40 cm hoch und
eigendlich der Ausnahmefall. Habe ich ausprobiert und es funktioniert. Das alles kann man sich natürlich sparen, wenn zufällig für das 3. Bein einen passenden Stock findet. ;-)
Ist
man allein mit Zelt unterwegs, wird auch ein doppelt gelegtes
Zeltgestänge (bei mir befindet sich der Gestängebeutel außen an der
Rucksackseite) funktionieren. Dafür werde ich noch ein kleines, ca. 4
cm langes Futteral aus kräftigem Stoff am Gummi (Oberseite Platte)
gegenüber dem Stativkopf anbringen. Beim Aufstellen werden da die
oberen Enden der dünneren Zeltstangen hineingeschoben um ein
Durchrutschen zu verhindern.
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